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		<title>Wir sind Pfarre - Pfarrverband St.Lambrecht-Mariahof</title>
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		<description>Pfarrverband St.lambrecht-Mariahof</description>
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			<title>Wir sind Pfarre - Pfarrverband St.Lambrecht-Mariahof</title>
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		<lastBuildDate>Thu, 17 May 2012 10:49:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Donnerstag, 17. Mai 2012: HOCHFEST CHRISTI HIMMELFAHRT: Himmel - unser Ziel!</title>
			<link>http://www.wirsindpfarre.at/pfarre-stlambrecht/texte/predigten/n-predigten-single/article/donnerstag-17-mai-2012-hochfest-christi-himmelfahrt-himmel-unser-ziel/</link>
			<description>Donnerstag, 17. Mai 2012
HOCHFEST CHRISTI HIMMELFAHRT B
Apg 1, 1-11, Eph 4, 1-13, Mk 16,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Donnerstag, 17. Mai 2012</b></p>
<p class="bodytext"><b>HOCHFEST CHRISTI HIMMELFAHRT B</b></p>
<p class="bodytext"><b>Apg 1, 1-11, Eph 4, 1-13, Mk 16, 15-20</b></p>
<p class="bodytext">Liebe österliche Schwestern und Brüder in Christus, dem Herrn,</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; nicht nur Ostern, die Botschaft von der Auferstehung Jesu Christi, überfordert uns, sondern wohl auch der 40. Tag danach, an dem wir den hohen Festtag der Himmelfahrt Christi feiern. (vgl. Benedikt XVI., Wer hilft uns Leben, Von Gott und Mensch, 132)</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Was sich konkret darunter vorstellen, wenn es lapidar im Evangelium heißt: <i>Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes</i>. (nach Mk 16, 15f)</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Was also ist der Himmel? Und was feiern wir heute? Himmel sei kein Ort, so wird uns gesagt, denn er ist kein Begriff der Geographie (Egon Kapellari, in: Menschenzeit in Gotteszeit, 158 und in: In und Gegen, 55), sondern <i>er ist ein Zustand im Jenseits,</i> der <i>endlose Augenblick der Liebe</i>. (vgl. Youcat, 52, 158)</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Der Himmel des Glaubens also ist anscheinend doch ein anderer Himmel als der, den wir sehen, der sich sichtbar über uns wölbt, der manchmal blau oder nachtschwarz, mal bewölkt und grau ist. Das da oben eben, wie wir sagen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Der Himmel aber, von dem der Glaube spricht, ist ein Bild <i>für das Ziel, auf das hin der Mensch geschaffen ist, das Sein bei Gott und in Gott</i> (vgl. Christian Schütz, Praktisches Lexikon der Spiritualität, 629ff)! Und dieser Himmel ist mit keinem Raumschiff erreichbar, sondern einzig und allein durch Jesus, dem Christus, der uns einmal zu sich rufen wird, dorthin, in den Himmel eben, wo wir einst und für immer unser ewiges Zuhause haben werden (vgl. Christian Schütz, Praktisches Lexikon der Spiritualität, 629ff).</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vielleicht aber ist es heutzutage schon schwer geworden an den Himmel zu glauben, geschweige denn, ihn sich vorzustellen, zumindest den Himmel, von dem <i>Heinrich Heine</i>, einer der bedeutendsten deutschen Dichter, Schriftsteller und Journalisten des 19. Jahrhunderts, in einem seiner Gedichte sagt: <i>Ich glaub nicht an den Himmel, wovon das Pfäfflein spricht</i>!</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wovon sprechen und erzählen wir denn, wenn wir Himmel meinen? Etwa von unseren <i>hochtrabenden Himmelsträumen</i> (vgl. Franz Kamphaus, in: Gott ist kein Nostalgiker, 140), oder von unseren Abenteuern als Himmelsstürmer, oder von Erfahrungen und Begegnungen, von Glücksmomenten, die uns so etwas wie den Himmel auf Erden spüren haben lassen? Und hin und wieder erleben wir auch hier, in unseren Gotteshäusern, als feiernde Gemeinde etwas von der himmlischen Liturgie, das Ineinander von der auf Erden gefeierten Liturgie mit der himmlischen. (vgl. Dr. Eckhard Bieger SJ, Himmlische Liturgie) Manches im Leben fühlt sich eben manchmal himmlisch an.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und doch wird es auch Momente geben, in denen wir uns vielleicht sagen, wie es der 2010 an Krebs verstorbene Film-, Theater- und Opernregisseur <i>Christoph Schlingensief</i> als er in seinem Tagebuch einer Krebserkrankung vermerkte: <i>Ich habe keinen Bock auf Himmel. Ich habe keinen Bock auf Harfe spielen und singen und irgendwo auf einer Wolke herumgammeln</i>. … <i>Ich habe leider ganz große Angst vor diesem Himmel</i>. … <i>Ich will noch etwas hier bleiben</i>. Denn so schön wie hier kann’s im Himmel gar nicht sein! (vgl. Christoph Schlingensief, So schön wie hier kann’s im Himmel gar nicht sein. Tagebuch einer Krebserkrankung, 247f)</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Feier des Hohen Festtages der Himmelfahrt Christi bestärkt uns darin, dass wir keine Angst zu haben brauchen vor dem Himmel, auch wenn wir zuvor Abschiednehmen müssen. Denn dieser 40. Tag nach Ostern ermutigt uns auf Christus zu schauen, damit wir im Hier und Jetzt bestehen, damit wir in der Welt von Heute unsere Aufgabe und unseren Auftrag, unsere Berufung, authentisch und überzeugend zu leben verstehen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es braucht das Zeugnis jedes Einzelnen von uns, damit die Welt erkennt, dass sie ohne IHN verloren ist. Es braucht das Zeugnis jedes Einzelnen von uns, damit die, die mit Desinteresse und Gleichgültigkeit auf uns Himmelsstürmer herabblicken, endlich wahrnehmen, wie sehr sie sich selber schaden.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nur zum Himmel zu blicken, fromm die Hände zu falten und die Augen aufzuschlagen, ist ebenso ungenügend, wie sich nur in umtriebige Aktivitäten und Hektik zu verlieren, sich nur allzu sehr mit der Welt und ihren Gesellschaften zu arrangieren. Es braucht beides! Den Blick zum Himmel und das feste Stehen auf Erden.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Beides lernen wir heute an diesem Hohen Festtag der Himmelfahrt Christi, wenn wir bitten: Gott, <i>gib uns den Blick zum Himmel, damit wir die Erde verstehen und gestalten, und gib uns den Blick zur Erde, damit wir Himmel und Erde miteinander verbinden</i>. (in: TEDEUM, Mai 2012, 167)</p>]]></content:encoded>
			
			<author>pfarre-stlambrecht@gmx.net</author>
			<pubDate>Thu, 17 May 2012 10:49:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Montag, 14. Mai - Mittwoch, 16. Mai 2012: Die Feier der Bitttage: Wir schämen uns nicht, Bittende zu sein!</title>
			<link>http://www.wirsindpfarre.at/pfarre-stlambrecht/texte/predigten/n-predigten-single/article/montag-14-mai-mittwoch-16-mai-2012-die-feier-der-bitttage-wir-schaemen-uns-nicht-bittende-zu/</link>
			<description>DIE FEIER DER BITTTAGE 2012
Montag, 14. Mai 2012, der sechsten Osterwoche
Apg 16, 11-15, Joh 15,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>DIE FEIER DER BITTTAGE 2012</b></p>
<p class="bodytext"><b>Montag, 14. Mai 2012, der sechsten Osterwoche</b></p>
<p class="bodytext"><b>Apg 16, 11-15, Joh 15, 26 – 16, 4a</b></p>
<p class="bodytext">Liebe österliche Schwestern und Brüder in Christus, dem Herrn,</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; manchmal fragt man sich, <i>wozu beten</i>? Gerade in diesen Tagen, in denen wir die Bittprozessionen halten und Gott in den vielfachen menschlichen und vor allem persönlichen Anliegen anrufen und IHN um seine Hilfe bitten, wird diese Frage wiederum aktueller denn je.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Wozu beten</i>? Sicherlich nicht deshalb, um damit GOTT unter Druck zu setzen (vgl. Franz Kamphaus, in: Gott ist kein Nostalgiker, 136), dass ER uns doch helfen müsse, nachdem es uns sein Sohn ja versprochen hat, wenn es heißt, <i>bittet und es wird euch gegeben werden</i>! (vgl. Lk 11, 9) Aber wer sind wir denn, dass wir GOTT unter Druck setzen? (vgl. Franz Kamphaus, in: Gott ist kein Nostalgiker, 136)</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Beten will gelernt sein. Allerdings nicht wie man irgendeine Technik erlernt (vgl. Youcat, Jugendkatechismus der katholischen Kirche, 469), sondern dadurch, dass man einfach betet. So wie wir es in diesen Tagen der Bittgänge auf intensive Art und Weise wiederum tun. Und vielleicht wird uns ja gerade dadurch etwas geschenkt, was wir manchmal nicht mehr können oder weil wir nicht mehr wissen, wie wir beten sollen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Beten will gelernt sein, nicht um dadurch irgendwelche Erfolge zu erzielen, weil man GOTT auf seiner Seite hat, sondern um IHM die Verantwortung dafür zu überlassen für das, was nicht in unserer Macht steht. (vgl. Franz Kamphaus, in: Gott ist kein Nostalgiker, 136)</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Deshalb sind die Fragen, <i>was habe ich davon</i>? <i>Was bringt mir das</i>?, und die Einstellung, wenn eine Bitte nicht Erhörung gefunden hat, wenn ich als Christ und als kirchlich engagierter Mensch etwas erleiden muss, an Krankheit oder Enttäuschungen, sodass ich mir sagen müsste, GOTT hat auf mich vergessen, fehl am Platz. Denn <i>die Liebe fragt</i> ja auch <i>nicht nach dem Nutzen</i>. (vgl. Franz Kamphaus, in: Gott ist kein Nostalgiker, 136)</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Beten will gelernt sein. Und das heißt auch immer wieder in Verbindung treten mit GOTT, <i>weil wir es nötig haben</i>, <i>weil ich mich nicht auf mich selber verlassen kann</i>, wie Mutter Teresa sagt, <i>verlasse ich mich auf IHN</i>,<i> 24 Stunden am Tag</i>. (vgl. Youcat, 470)</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Beten will gelernt sein. Und das heißt auch, zu erkennen und sich einzugestehen, dass wir nicht für alles und jedes vorsorgen können, weil wir anscheinend die Techniker und Macher unseres Daseins sind. O nein, das Leben ist und bleibt voller Überraschungen. (vgl. Franz Kamphaus, in: Gott ist kein Nostalgiker, 137)</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Beten will gelernt sein. Bitten wir gerade auch in diesen Tagen der Bittgänge darum, dass wir diese Schule des Betens ernst nehmen und unsere Hausaufgaben erledigen. Denn das Beten ersetzt nicht das eigene Tun. Aber ebenso wenig ersetzt unser Tun das Beten! (vgl. Franz Kamphaus, in: Gott ist kein Nostalgiker, 137)</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><b>Mittwoch, 16. Mai 2012, der sechsten Osterwoche</b></p>
<p class="bodytext"><b>Apg 17, 15.22 – 18, 1, Joh 16, 12-15</b></p>
<p class="bodytext">Liebe österliche Schwestern und Brüder in Christus, dem Herrn,</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; beim <b>ersten</b> Bittgang stand der Gedanke, dass das Beten gelernt sein will, im Vordergrund unseres Nachdenkens. Beim <b>zweiten</b> beschäftigte uns die Frage woher hole ich mir Kraft (hl. Messe mit den Schülern und Schülerinnen der VS und NMS im Schlosspark), und heute beim <b>dritten</b> Bittgang wird uns wiederum das Beten und Bitten ein wenig beschäftigen, weil beides gelernt sein will.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wozu GOTT um etwas bitten, wenn es uns, oberflächlich betrachtet, von IHM ohnehin nicht erfüllt wird, so wie wir es gerne hätten? Und vielleicht ist dem auch gut so, dass GOTT uns nicht alles erfüllt, worum wir ihn bitten.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Der bekannte Rennrollstuhlfahrer, <i>Thomas Geierspichler</i>, der seit einem schweren Verkehrsunfall querschnittgelähmt ist, träumt zwar von seiner Heilung, <i>aber</i>, so sagt er, <i>wenn es nicht passiert, ist das auch kein Problem, ich bin trotzdem glücklich</i>. (aus: 11 Fragen an Thomas Geierspichler)</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wozu also bitten? Wozu GOTT um etwas bitten<i>? Sicher braucht Gott unsere Bitten nicht, um uns zu helfen</i>, heißt es dazu im Jugendkatechismus. <i>Dass wir</i> aber <i>Bittende sein sollen, geschieht um unsertwillen. Wer nicht bittet und nicht bitten will, verschließt sich in sich. Erst der Mensch, der bittet, öffnet sich und wendet sich dem Urheber alles Guten zu. Wer bittet, kehrt heim zu Gott. So bringt das Bittgebet den Menschen in das richtige Verhältnis zu Gott, der unsere Freiheit achtet</i>. (in: Youcat 486)</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bitte und Danke zu sagen, etwas das man Kinder beizubringen versucht. Vielleicht müssten Erwachsene es auch wieder neu lernen und nicht alles als so selbstverständlich hinnehmen. Denn im Leben ist aber schon gar nichts selbstverständlich. Wer diese Haltung pflegt und sich darin nur allzu sicher ist, dass er auf alles ein Anrecht hat, hat vom Leben gar nichts verstanden.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und deshalb setzen wir gegen eine solche Einstellung die Tage der Bittprozessionen, weil wir uns dessen nicht schämen, dass wir Menschen sind, die auf GOTT vertrauen und die alles von IHM erwarten und erhoffen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wie jede menschliche Beziehung ihre Höhe- und Tiefpunkte hat, ihre Seligkeiten und ihre Entfremdungen, so ist es auch in der Begegnung mit Gott im Gebet. (vgl. Franz Kamphaus, in: Gott ist kein Nostalgiker, 138) Aber deshalb, wenn nicht alles nach unseren Vorstellungen und Wünschen abläuft, hören wir nicht auf, betende und bittende Menschen zu sein. Menschen, die wissen, warum sie beten und worum sie bitten sollen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bittgänge tun das ihrige dazu. Denn sie lehren uns, dass das Beten und das Bitten geübt sein wollen, und dass es ein Maß braucht, sodass unsere Gebete und unsere Bitten sich nicht ins Unermessliche verlieren, sondern das verstehen und akzeptieren lernen, was ist.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es ist wie mit der Liebe. Die uns sagt: so wie es ist, ist es gut. (vgl. Erich Fried) Bitten wir GOTT darum, dass ER uns helfe, dass wir immer mehr erkennen, was SEIN Wille ist. sodass man über uns sagen kann, wie es in der Lesung geheißen hat: in ihm leben sie, bewegen sie sich und sind sie. (s. Apg 17, 15.22 - 18, 1)</p>]]></content:encoded>
			
			<author>pfarre-stlambrecht@gmx.net</author>
			<pubDate>Thu, 17 May 2012 10:47:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Sonntag, 13. Mai 2012, 6. Sonntag der Osterzeit B: Ohne Liebe ist alles nichts. Und sind auch wir nichts!</title>
			<link>http://www.wirsindpfarre.at/pfarre-stlambrecht/texte/predigten/n-predigten-single/article/sonntag-13-mai-2012-6-sonntag-der-osterzeit-b-ohne-liebe-ist-alles-nichts-und-sind-auch-wir-ni/</link>
			<description>Sonntag, 13. Mai 2012, Muttertag
6. Sonntag der Osterzeit B, Rogate
Apg 10, 25-26.34-35.44-48, 1...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Sonntag, 13. Mai 2012, Muttertag</b></p>
<p class="bodytext"><b>6. Sonntag der Osterzeit B, Rogate</b></p>
<p class="bodytext"><b>Apg 10, 25-26.34-35.44-48, 1 Joh 4, 7-10, Joh 15, 9-17</b></p>
<p class="bodytext">Liebe österliche Schwestern und Brüder in Christus, dem Herrn,</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; über kein anderes Wort ist schon soviel nachgedacht und geschrieben und wohl auch gepredigt worden als über das Wort LIEBE. Weil sie das Größte ist. Das Wichtigste und das Schönste, ja, es ist das Kostbarste, das wir haben. Denn ohne Liebe ist alles nichts! Und sind auch wir nichts!</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und dennoch tun wir uns schwer, wirklich zu lieben, obwohl wir wissen, dass wir auf sie angewiesen sind, dass wir sie brauchen, um Mensch sein zu können. Denn jeder sehnt sich doch danach, zu lieben und geliebt zu werden.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und deshalb sollen wir, wie es im heutigen Evangelium heißt, in SEINER Liebe bleiben. Weil sie uns Leben und Freude garantiert. Wenn wir die Gebote halten. Und die zeigen uns, wie LIEBE geht, wie sie praktisch wird und wie sehr sie uns zu einer Quelle werden kann, aus der wir leben können. (vgl. Kommentar zum Evangelium, in: TEDEUM, Mai 2012, 97f)</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Über die Liebe, von der wir oft reden und schwärmen, die wir einfordern und haben wollen, kann man nur sagen: <i>zu schön, um wahr zu sein</i>. Denn oft ist sie nur Ausdruck in euphorischer Selbstbeglückungsmanier, ein eitles Reden, das nur sich selbst gefällt, ein Höflichkeitsgetue, hinter der sich nur eine berechende Leere breit macht.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Denn mit der LIEBE, von der Jesus redet, geht es ans Eingemachte. Genauso zu tun, wie Jesus getan hat, nämlich sein Leben hinzugeben für andere, für seine Freunde.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Jemandes Freund zu sein ist keine Frage des Geschmackes, der Kalkulation oder des Beurteiltwerdens nach einer entsprechenden Gegenleistung, sondern Ausdruck einer inneren Haltung. Eines aufrichtigen und ehrlichen Bemühens im anderen mehr zu sehen als nur den, der mir und meinen Vorstellungen und meinen Wünschen zu entsprechen hat, oder der mir mehr nützen wird und weniger schaden kann. Und darin sind wir Meister, in der unterschiedlichen Handhabung und Ausführung. Christen und Priester, Bischöfe und Ordensleute nicht ausgenommen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wir sind und haben Lernende zu bleiben, um diesem Auftrag Jesu, <i>einander zu lieben</i>, immer mehr zu entsprechen. Und wir tun es nicht, wenn wir Liebe nur dazu benutzen, um vorwärts zu kommen, wenn wir zu sehr in den Geschäftigkeiten dieser Welt zu Hause sind und uns nur mit den Gesellschaften, die die Seitenblicke befriedigen, anfreunden wollen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Denn immer noch ist die Art und Weise, wie es unter den Jüngern Jesu, unter uns Christen, zugeht, wie wir miteinander umgehen, die Visitenkarte für unseren Herrn Jesus und für Gott. (vgl. Klaus Berger, Meditationen zu den Sonntagsevangelien B, 107) Manchmal aber verkaufen wir höchstens ein Ticket zu einem schlechten Kinofilm.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Deshalb muss dieses Wort LIEBE immer wieder von Missdeutungen befreit werden, um nicht die Richtung und das Maß zu verlieren und auf dem Weg nicht stehen zu bleiben. (vgl. Theo Gunkel, Das Wort an die Gemeinde, B 1, Evangelien 1972, 364ff) Denn sie erweist sich nur in unserer Hingabefähigkeit, in unserer Bereitschaft, etwas von der Kraft unseres Herzens und unserer Hände zu geben. Denn Liebe ist nichts wert, wenn sie nicht Tat wird, wenn sie nur Wort bleibt in glänzender Rede. (vgl. TEDEUM, Mai 2012, 128)</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Einander lieben es heißt, die Augen aufzumachen, um zu sehen, was zu tun ist, den anderen wahrzunehmen, nicht nur nach einer Kosten-Nutzen-Rechnung, sondern so wie er ist. Und so könnte LIEBE allmählich das Beißen besiegen und dem Sticheln, den Stachel ziehen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; GOTT ist LIEBE, heißt es. Und müsste man uns nicht anmerken wer und wie GOTT ist?</p>]]></content:encoded>
			
			<author>pfarre-stlambrecht@gmx.net</author>
			<pubDate>Mon, 14 May 2012 20:22:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Sonntag, 6. Mai 2012, 5. Sonntag der Osterzeit B, Florianisonntag: Dranbleiben!</title>
			<link>http://www.wirsindpfarre.at/pfarre-stlambrecht/texte/predigten/n-predigten-single/article/sonntag-6-mai-2012-5-sonntag-der-osterzeit-b-florianisonntag-dranbleiben/</link>
			<description>Sonntag, 6. Mai 2012 - Florianisonntag
5. Sonntag in der Osterzeit, Kantate
Apg 9, 26-31, 1 Joh...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Sonntag, 6. Mai 2012 - Florianisonntag</b></p>
<p class="bodytext"><b>5. Sonntag in der Osterzeit, Kantate</b></p>
<p class="bodytext"><b>Apg 9, 26-31, 1 Joh 3, 18-24, Joh 15, 1-8</b></p>
<p class="bodytext">Liebe österliche Schwestern und Brüder in Christus, dem Herrn, liebe Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren,</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; nach einem schweren Verkehrsunfall, den der heutige Spitzensportler, <i>Thomas Geierspichler</i>, am 4. April 1994 erlitten hatte, er ist seither querschnittgelähmt, veränderte sich sein Leben, von heute auf morgen, von Grund auf.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Der 28. Dezember 1997, es wurde der Tag, an dem sich das Leben von <i>Thomas Geierspichler</i> wiederum verändern sollte. Zum Positiven. Denn er fand aus dem Drogensumpf, indem er versunken war, um seinem Schicksal zu entfliehen, zu neuer Kraft und einer komplett neuen Lebenseinstellung durch die <b>Bibel</b> und den <b>Glauben</b>. Nach hartem Training im Rennrollstuhlfahren gewann <i>Thomas Geierspichler</i> 2000 Bronze bei den Paralympics in Sydney, 2004 Gold in Athen und 2008 Gold in Peking. Und das muss man sich einmal vorstellen, bitte!</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Thomas Geierspichler</i> vermerkt dazu in berührender, aber authentischer und überzeugender Art und Weise, in seinem Buch <i>Mit Rückgrat zurück ins Leben</i>, als er 2004 bei den Paralympics in Athen Gold gewonnen hatte, folgendes: <i>In diesem Moment sah ich die Herrlichkeit Gottes. Ich verstand, was es bedeutet </i>von Herrlichkeit zu Herrlichkeit<i>. Ich erlebte das alles nur, weil ich meiner Vision gefolgt war. Weil Gott mir die Kraft gegeben hatte, diese harten Zeiten zu überstehen und dranzubleiben und zu glauben, bis diese Vision Wirklichkeit wurde.</i></p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Das ist es, was das Ganze ausmacht: in sich hineinzuhören. Zu sich zu finden und den Visionen zu folgen und einfach so lange zu glauben, bis sie eintreffen. Der Glaube ist die Verwirklichung dessen, was man hofft, </i>ein Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht<i>. Ich habe so einen inneren Drang jeden zu ermutigen, an sich zu glauben und sich zuzutrauen, seinen eigenen, für sich bestimmten Weg zu gehen. Der Vision einfach zu folgen. Den Weg zu gehen, ohne zu überlegen. Ohne zu zögern. Einfach seinem Herzen zu folgen. Und man kann sich selbst ein Bild machen, ob es stimmt, wenn es heißt: Alles ist möglich, dem, der da glaubt!</i> (aus. Thomas Geierspichler, Mit Rückgrat zurück ins Leben, 189f)</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Dranzubleiben</i> – ein Wort, das heute vielleicht nur mehr in irgendeinem Nachschlagebuch zu finden ist, aber im konkreten Leben nur mehr selten vorkommt. <i>Dranbleiben</i>, es lässt sich auch aus dem heutigen Evangelium, das den Abschiedsreden Jesu entnommen ist, herauslesen. Das Bild vom Weinstock und von den Reben, es heißt uns, <i>in IHM zu bleiben</i>, dranzubleiben.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Dranzubleiben</i>, es zeigt sich auch im Leben des Patrons der Feuerwehren, des <i>Heiligen Florian</i>, den wir heute feiern. Da Florian sich weigerte, den römischen Göttern<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6mische_G%C3%B6tter" title="Römische Götter" target="_blank" >http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6mische_G%C3%B6tter</a> zu opfern<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Opfer_%28Religion%29" title="Opfer (Religion)" target="_blank" >http://de.wikipedia.org/wiki/Opfer_%28Religion%29</a>, wurde er zunächst vom Dienst suspendiert und mit Ehr- und Pensionsverlust in die Verbannung<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verbannung" title="Verbannung" target="_blank" >http://de.wikipedia.org/wiki/Verbannung</a> (ins heutige St. Pölten<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sankt_P%C3%B6lten" title="Sankt Pölten" target="_blank" >http://de.wikipedia.org/wiki/Sankt_P%C3%B6lten</a>) geschickt. Als einer Gruppe Christen in Lauriacum, dem heutigen Lorch, der Prozess<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtswesen_im_antiken_Rom" title="Rechtswesen im antiken Rom" target="_blank" >http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtswesen_im_antiken_Rom</a> gemacht werden sollte, war <i>Florian</i> trotz Verbannung angereist, um ihnen zu Hilfe zu kommen. Er wurde jedoch auf den Befehl des römischen Statthalters<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Statthalter" title="Statthalter" target="_blank" >http://de.wikipedia.org/wiki/Statthalter</a> Aquilinus verhaftet und zusammen mit seinen Glaubensgenossen zum Tode verurteilt<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Todesstrafe" title="Todesstrafe" target="_blank" >http://de.wikipedia.org/wiki/Todesstrafe</a>. Das Urteil wurde am 4. Mai 304 vollstreckt. <i>Florian</i> wurden, so heißt es in Schriften, mit geschärften Eisen die Schulterblätter zerschlagen, anschließend sei der Sterbende mit einem Mühlstein<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mahlgang" title="Mahlgang" target="_blank" >http://de.wikipedia.org/wiki/Mahlgang</a> um den Hals in der Enns ertränkt worden.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Dranzubleiben</i>, es ist auch uns von uns gefordert, wenn wir leben wollen. Denn unser Glaube wird uns letztlich nur Kraft und Hilfe sein, zum Trost und zur Orientierung werden, wenn wir es verstehen, bei Jesus zu bleiben und an IHN zu glauben, trotz allem was uns manchmal daran hindert, ob es unsere eigene Bequemlichkeit ist, unsere Gleichgültigkeit und unsere Befindlichkeiten, ob es Enttäuschungen sind oder die Institution Kirche oder eines ihres so genannten Bodenpersonals.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Man darf sich davon nicht abhalten lassen, <i>dranzubleiben</i>. Weil wir dadurch etwas vom Kostbarsten, was wir haben, auch verlieren würden. Denn wie armselig wäre unsere Welt, wenn sie sich nur über Leistung, über Geld und Wirtschaft, definieren könnte? Und all das, was einem letztlich wirklich Kraft und Sicherheit gibt, was einem Halt und Hoffnung schenkt, auch wenn es nicht immer begreifbar ist, hinter sich lässt und gering achtet, ja sogar verachtet.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Weder ein <i>Heiliger Florian</i>, noch ein <i>Thomas Geierspichler</i>, und darüber hinaus deren unzählig viele Menschen, auch unserer Tage, hätten keine Kraft und nicht den Mut aufgebracht, wenn sie keinen Glauben oder nicht zum Glauben gefunden hätten. Wenn sie nicht <i>drangeblieben</i> und dabeigeblieben wären. Wenn sie sich nicht von den Worten der Hl. Schrift ernährt hätten.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Denn getrennt von Jesus können und werden wir auch nichts vollbringen und ist es in den Augen der Welt noch so großartig und bewundernswert. In seinen Augen ist es gar nichts. Deshalb bitten wir heute an diesem Sonntag, an dem wir des <i>Hl. Florian</i> gedenken:</p>
<p class="bodytext"><i>O heiliger Sankt Florian</i></p>
<p class="bodytext"><i>mit frommen Sinn wir kommen an.</i></p>
<p class="bodytext"><i>Lass' deine Fürsprach uns erfahrn</i></p>
<p class="bodytext"><i>in Wassernot und Feuersgefahr.</i></p>
<p class="bodytext"><i>Und wenn im Herzen sich entzündet</i></p>
<p class="bodytext"><i>das Feuer schwerer Schuld und Sünd,</i></p>
<p class="bodytext"><i>dann lösch das Feuer,</i></p>
<p class="bodytext"><i>steh uns bei</i></p>
<p class="bodytext"><i>auf dass uns Gott sein Gnad verleih.</i></p>
<p class="bodytext"><i>Geht es dereinst zum letzten End,</i></p>
<p class="bodytext"><i>mach, dass das Herz in Lieb entbrennt</i></p>
<p class="bodytext"><i>zum Vater der Barmherzigkeit,</i></p>
<p class="bodytext"><i>der uns schenkt die ewig' Seligkeit.</i></p>
<p class="bodytext">Lied von Annette Thoma</p>]]></content:encoded>
			
			<author>pfarre-stlambrecht@gmx.net</author>
			<pubDate>Sat, 05 May 2012 21:20:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Sonntag, 29. April 2012, 4. Sonntag der Osterzeit B, Sonntag des Guten Hirten: Für und um gute Hirten beten!</title>
			<link>http://www.wirsindpfarre.at/pfarre-stlambrecht/texte/predigten/n-predigten-single/article/sonntag-29-april-2012-4-sonntag-der-osterzeit-b-sonntag-des-guten-hirten-fuer-und-um-gute-hirte/</link>
			<description>Sonntag, 29. April 2012
4. Sonntag der Osterzeit B
Jubilate, Sonntag des Guten Hirten,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Sonntag, 29. April 2012</b></p>
<p class="bodytext"><b>4. Sonntag der Osterzeit B</b></p>
<p class="bodytext"><b>Jubilate, Sonntag des Guten Hirten, Weltgebetstag für Geistliche Berufe</b></p>
<p class="bodytext"><b>Apg 4, 8-12, 1 Joh 3, 1-2, Joh 10, 11-18</b></p>
<p class="bodytext">Liebe österliche Schwestern und Brüder in Christus, dem Herrn,</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; der so genannte <i>Sonntag des Guten Hirten</i>, den die Kirche immer am 4. Sonntag in der Osterzeit begeht, führt uns keine Hirtenromantik vor Augen, kein lieblich idyllisches Bild mit auf der Weide grasenden Schafe und ihrem Hirten, sondern wir sind ganz einfach eingeladen, <i>um</i> und <i>für</i> <i>gute Hirten</i> zu beten.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Um Menschen, die sich nicht nur selbst im Blick haben, sondern um jene, die es verstehen in Treue und Fürsorge ganz für die ihnen anvertrauen Menschen zu leben. Wie Jesus selbst, dem die anvertraute Herde wichtiger war als das eigene Leben! (vgl. Laacher Messbuch 2012, 431)</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und an solchen Menschen mangelt es heute, weil anscheinend anderes wichtiger geworden ist, sowohl dem Menschen draußen in der Welt als auch denen, die sich Hirten nennen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es mag viele Gründe dafür geben. Auch in der Kirche selbst. Weil sie nicht so lebt, wie ihr aufgrund der Botschaft Jesu aufgetragen ist. Weil sie zu sehr verwickelt ist in Grabenkämpfe, in ihren eigenen Reihen und weil sie es immer noch nicht verstanden hat, von den Eitelkeiten zu lassen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; All das und noch vieles mehr lässt die Entfernung zu Jesus, dem Christus, noch weiter anwachsen, lässt Seine Botschaft dem Leben der Menschen sich noch mehr entfremden, sodass der christliche Glaube in unseren Regionen noch mehr an Anziehungskraft verliert. (vgl. Reinhard Körner, in: Unterwegs mit dir, Jesus. Ermutigungen zur Nachfolge, 41)</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es ist heute mühsamer geworden, Hirten zu begegnen, die Menschen zum Glauben an Jesus Christus führen, die ihnen Wege zeigen, damit ihr Leben gelingt, die ihnen Wegweiser sind, damit sie entdecken, dass all die Oberflächlichkeit, die sie tagtäglich ausleben, sie nur noch mehr entleert und verkümmern lässt.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aber wer steigt schon gern in die Tiefe seiner Seele hinab, wer lässt sich schon daran erinnern, dass er das, was er Leben nennt, oft nichts anderes ist als eine billige Show, zur Unterhaltung anderer und zum eigenen Selbstbetrug.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Der <i>Sonntag des Guten Hirten</i> ist Einladung an uns alle dem einzigen wahren Hirten zu folgen, dem, der unser Leben will, unserem Herrn Jesus Christus. Von IHM heißt es zu lernen, ein Leben lang. Auf IHN gilt es zu schauen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und dass wir darin immer noch Anfänger sind, gilt es uns immer wieder bewusst zu machen. Denn zu meinen, wir wüssten es nur allzu genau, was Gottes Wille ist, was Jesus, wirklich wollte, was all die Worte der Heiligen Schrift zu bedeuten haben, ist der Grund dafür, dass wir immer mehr an Anziehungskraft, an Glaubwürdigkeit und Aufrichtigkeit verlieren. Und, weil wir wahrscheinlich auch zu sehr eingenommen sind von uns selber, uns als moralische Instanz aufspielen und in das Leben der Menschen hineinregieren wollen. Anstatt ihnen Begleiter, treue Weggefährten zu sein.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; So muss ER immer neu gesucht werden, auch von uns, denn immer wieder gilt es, in uns die Sehnsucht nach IHM wachzurufen, immer heißt es auf die Stimme des Guten Hirten zu hören und IHM zu folgen, und nicht irgendwelchen noch so klug erdachten Vorschriften und Katechismusweißheiten.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Denn nur das lässt uns leben, dass uns EINER vorangeht und dass wir uns hingeben, mit haut und Haar, mit Körper und Geist, mit Leib und Seele. Denn wir brauchen Menschen, wie den <i>Guten Hirten</i> Jesus, auf den wir uns wirklich verlassen können! Weil wir ohne IHN nichts sind, weil wir ohne IHN verloren sind!</p>]]></content:encoded>
			
			<author>pfarre-stlambrecht@gmx.net</author>
			<pubDate>Sat, 05 May 2012 21:18:00 +0200</pubDate>
			
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